Prana-Institut für Geistiges Heilen und Energiearbeit UG
Vielleicht konntest Du dich in die Szene hineinversetzen und Dir bildlich vorstellen wie es war. Und vielleicht hast Du etwas gespürt, in der Magengegend, Mitgefühl.
Als ich diese Zeilen schrieb, konnte ich es bei mir fühlen, mitfühlen. Aber weswegen fühlte ich etwas?

Nein, es war nicht der Tod den die Frau zu erwarten hatte. Wir sehen jeden Tag im Fernsehen oder in der Presse solche Bilder.
Es war das Gefühl, dass diese Frau nicht erfahren wird warum.
Warum sie angeklagt wurde, wieso der Knecht das todbringende Feuer in der Hand hält, warum der junge Priester den sie Heilung brachte die Hand hob, warum die alten Männer sie verurteilten, warum die Folterknechte sie geschändet haben. Warum, warum, warum?

Ihre Seele wurde verletzt und es bleiben Fragen offen. Würden diese Fragen beantwortet, könnte sie ihren Peinigern verzeihen, weil sie verstehen würde, warum es so gekommen ist.

Wenn jemand ihr sagt, dass ihre Nachbarin sie denunziert hat, weil sie fürchtete dass ihr Ehemann der jungen Frau nachstellt,
oder dass der Knecht eine Familie zu ernähren hat und diese Arbeit macht weil er gehbehindert ist und sonst seine Familie unter Hunger leiden würde,
oder weil die alten Männer daran glauben was im Hexenhammer steht oder aus Zorn handeln weil die junge Frau nicht in ihre Wertevorstellungen passte,
oder der Priester sie nicht verteidigen konnte weil er dann selber unter Verdacht geraten würde.
Kann ein Opfer verstehen, kann eine verletzte Seele geheilt werden.

Aber was macht der Priester mit der Last die auf seiner Seele bürdet?

Dieser Priester wird sich für die Kräuterfrauen einsetzen und bezeugen dass die Heilung seiner Schulter keine Hexerei war.
Er wird genauso wie die junge Frau den Feuertod erleiden weil er seine Last nicht erträgt und bezeugt.
Seine Seele wird das erfahren und durchleben, was der jungen Frau geschah und durch diese Erfahrung wird seine Seele geheilt.
Die Erfahrung seiner Handlung, nicht für das Recht der Frau eingetreten zu sein, wird er nie wieder wiederholen.

Autor: Dieter Nietfeld

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